Luftfeuchtigkeit senken – Was tun bei zu hoher Luftfeuchtigkeit?

Zu hohe Luftfeuchtigkeit schadet auf der einen Seite der Bausubstanz und auf der anderen Seite der Gesundheit seiner Bewohner. Am Gebäude kann sich der Putz von den Wänden lösen und schlimmstenfalls können Schimmelpilze sich einnisten, die die Bausubstanz schädigen. Noch gefährlicher ist Schimmel aber für die Gesundheit der Bewohner.

Er kann Atembeschwerden, Asthma und Allergien auslösen. Hohe Luftfeuchtigkeit verursacht aber auch ohne Schimmel verschiedene Beschwerden wie übermäßiges Schwitzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie häufige Erkältungen und chronische Bronchitis.

Welches sind die häufigsten Ursachen von zu hoher Luftfeuchtigkeit?

Ursachen von zu hoher Luftfeuchtigkeit

Eine Ursache sind bauliche Mängel. Bei Altbauten ist häufig mangelhafte Isolation oder ein Schaden am Dach, an der Dachrinne oder an den Fenstern die Ursache, bei Neubauten ist es auch möglich, dass sie zu schnell bezogen wurden, bevor die frisch verputzten Wände richtig ausgetrocknet waren.

Aber auch falsches Lüften oder mangelhafter Luftaustausch kommen als Ursache zu hoher Luftfeuchtigkeit infrage.

Was hilft, zu hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zu senken?

richtig lüften um Luftfeuchtigkeit zu senkenRichtig zu lüften, ist ganz entscheidend dafür, die Feuchtigkeit aus der Wohnung zu bekommen. Grundsätzlich sollte möglichst mehrmals am Tag aber immer nur kurzzeitig gelüftet werden (sogenanntes Stoßlüften). Am besten ist es, dabei einen Durchzug zu erzeugen, damit ein optimaler Luftaustausch erfolgen kann.

Neben dem richtigen Lüften sollte auch überprüft werden, was in den Innenräumen die Luft feucht werden lässt, und das nach Möglichkeit zu vermeiden. So sollte möglichst keine Wäsche in Wohnräumen getrocknet werden, das gilt auch für die bei Regen oder Schnee nass gewordenen Jacken, Mäntel, Mützen, Schals und Schirme.

Nach dem Duschen oder Baden oder nach dem Abwasch, nach Benutzung eines Dampfbügeleisens oder beim Kochen sollte die feuchte Luft möglichst sofort durch ein geöffnetes Fenster abgeleitet werden. Außerdem ist bei der Herdbenutzung die Dunstabzugshaube einzuschalten.

Auch Zimmerbrunnen sollten nur dann angestellt werden, wenn die umgebende Raumluft trocken ist und Aquarien oder Terrarien sollten (zumindest im Winter) oben immer abgedeckt und unter Umständen aus den hauptsächlichen Wohnräumen entfernt werden. Pflanzen sind zwar im Prinzip gut für das Raumklima, aber zu viele können unter Umständen auch für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Das gilt besonders für solche, die sehr häufig gegossen oder besprüht werden müssen.

Wer also unter zu hoher Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen leidet, sollte auf Pflanzen umstellen, die weniger Wasser benötigen oder sie in der warmen Jahreszeit möglichst auf die Terrasse oder den Balkon bringen. Ein ganz einfaches Hausmittel, die Luftfeuchtigkeit zu senken, sind Schälchen mit Salz bzw. mit der sogenannten Katzendtreu.

Beides bindet Wasser und sorgt so dafür, das Feuchtigkeit aus der Luft abgezogen wird. Bei sehr feuchter Luft lohnt sich die Anschaffung eines Luftentfeuchters, der nach dem gleichen Prinzip, aber noch effektiver funktioniert.